Gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit

Wir Grünen setzen auf eine Politik, in der ein menschenwürdiges Zusammenleben im Mittelpunkt steht – gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle müssen gewährleistet werden. Dieses gilt für den Bildungsbereich, den Zugang zum Arbeitsmarkt, für den Umgang mit Schutzsuchenden und Benachteiligten - sowie grundlegend auch für das wirtschaftliche Handeln der Kommunen.

Die Verlässlichkeit in sozialen Strukturen, langfristige Planungen und eine Abkehr vom Projektwahn schafft für die Menschen Sicherheit und Perspektiven und geht einher mit der Wertschätzung lokaler Kompetenzen.

Gemeinsam arbeiten - ohne Diskriminierung und Bevormundung

Gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit bedeutet auch: freier Zugang zum Arbeitsmarkt, zur Mobilität und zu den sportlichen und kulturellen Einrichtungen. Menschen mit geringem Einkommen benötigen kostenlose Beförderungsmöglichkeiten und freien Eintritt in die kommunalen Einrichtungen.

Die Betreuung der Arbeitslosen durch MaßArbeit soll verbessert werden: durch mehr Personal, eine intensivere und längere Einzelfallbetreuung, die die Betroffenen auch über die ersten Monate am Arbeitsplatz begleitet. Damit kann ein nachhaltiger, motivierender Übergang in Beschäftigung gewährleistet werden. Die Vermittlung in Zeitarbeits-Firmen muss bei Entscheidungen vor Ort die Ausnahme bleiben. Projekte zur geschlechtsspezifischen Berufswahl, mit dem Ziel "Mehr Jungen in Sozialberufe - mehr Mädchen in Handwerks- und Metallberufe" sind wünschenswert.

Fördermaßnahmen für Langzeitarbeitslose und/oder Arbeitssuchende sollen besser aufeinander abgestimmt und fallbezogen angeboten werden. Eine eng koordinierte Arbeit zwischen MaßArbeit und Jugendamt kann nicht nur die finanzielle Lage von Alleinerziehenden, die auf Unterhaltszahlungen angewiesen sind, verbessern. Auch langfristige Perspektiven zur eigenen Lebenssicherung können so nachhaltiger aufeinander abgestimmt werden. Praktika, die sicherlich zur Orientierung von Arbeitssuchenden ein sinnvolles Angebot sein können, dürfen nicht mehr kostenlos für Arbeitgeber durchgeführt werden. Jeder Arbeitssuchende oder Praktikant hat einen Anspruch auf finanzielle Honorierung seiner Tätigkeit!

Die öffentliche Hand soll bei der Vergabe von Aufträgen ausschließlich Anbieter mit sozialverträglichen / tariflichen Arbeitsbedingungen berücksichtigen. Dies ist im Sinne der Verantwortung für die Lebensbedingungen der Menschen für eine Kommune unerlässlich.

Bündnis 90/ Die Grünen setzen sich für einen gesetzlichen Mindestlohn und eine Begrenzung der Leiharbeit ein. Wenn LeiharbeitnehmerInnen in den Unternehmen in denen sie eingesetzt werden, den gleichen Lohn bekommen müssen wie die Stammbelegschaft, bleibt Leiharbeit darauf beschränkt, wofür sie einmal gedacht war: zur Abfederung kurzfristiger Arbeitsspitzen und nicht – wie derzeit üblich – als Quasi-Stammbelegschaft mit schlechter Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen. Dafür müssen endlich die entsprechenden Gesetze auf der Bundesebene geändert werden. Als Auftraggeber kann jedoch auch der Landkreis Einfluss nehmen. Wir treten daher dafür ein, dass die Spielräume des Vergaberechts bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Sinne angemessener Bezahlung und vernünftiger Arbeitsbedingungen bei den beauftragten Unternehmen genutzt werden.

Gesellschaftliche Teilhabe für ältere Menschen, ein würdiges und selbstbestimmtes Leben im Wohnumfeld, das Verbleiben älterer MitbürgerInnen in vertrauten, verlässlichen Strukturen soll auf Dauer gesichert werden.

Obwohl immer mehr Menschen älter werden, ist unsere Gesellschaft auf diesen demographischen Wandel bisher kaum vorbereitet. Unser Einsatz für attraktive Innenstädte, wohnortnahe Versorgung, gut ausgebaute Radwege sowie ein verbessertes Angebot von Bussen und Bahnen berücksichtigt auch und gerade die Interessen älterer Menschen. Unser Ziel ist es, alle Initiativen, Projekte und Ansätze zu fördern, die dazu beitragen, dass ältere Menschen sich aktiv am Leben im Landkreis beteiligen können – sowie solche, die helfen, die Pflege und Betreuung menschlicher und personenbezogener zu gestalten.

Viele Menschen haben Angst vor einem Leben in einer Einrichtung. Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass in Zusammenarbeit mit den Trägern und den Seniorenräten Betreuungs- und Wohnkonzepte nach den Grundsätzen einer ganzheitlichen und individuellen Pflege ausgearbeitet werden.

Ältere MütbürgerInnen sollen ihre Interessen, Bedürfnisse und Kompetenzen gezielt auch in politische Gremien einbringen können. Eine Stärkung der Position von SeniorInnen-Beiräten und die Einbeziehung in Ausschüsse und Gremien gewährleistet eine sinnvolle Beteiligungskultur unserer älteren MitbürgerInnen.

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