Unsere Umwelt nachhaltig schützen

Der Mensch im Porzellanladen?

Noch immer geht zu viel Fläche durch Wohnungs-, Gewerbe- und Straßenbau verloren und wird versiegelt. Eine völlig verfehlte Flächenpolitik des Landkreises hat dazu geführt, dass Gewerbe- und Industriegebiete teilweise planlos an der falschen Stelle, jedenfalls aber deutlich über dem Bedarf ausgewiesen wurden.

Das wollen wir GRÜNE ändern. Schließlich ist der Landkreis Genehmigungsbehörde für erforderliche Änderungen des kommunalen Flächennutzungsplans. Der damit verbundenen Steuerungsfunktion muss er endlich gerecht werden. Die besonders geschützten Biotope im Landkreis müssen endlich wirksam geschützt, kontrolliert und deren illegale Beseitigung empfindlich geahndet werden.

Die inzwischen weitgehend durch Abtorfung oder Landwirtschaft genutzten Moore wollen wir in einen möglichst naturnahen Zustand zurück versetzen. Das ist nicht nur ein Beitrag für den Natur-, sondern auch für den Klimaschutz, denn in Mooren wird jede Menge Kohlenstoff gespeichert.

Das Hochwasser des Sommers 2010 mit Überschwemmungen und zum Teil erheblichen Schäden an Wohngebäuden haben uns die Planungsfehler der Vergangenheit mit für die Betroffenen zum Teil dramatischen Auswirkungen vor Augen geführt. Die Überschwemmungsgebiete der Fließgewässer müssen neu abgegrenzt und Retentionsräume geschaffen werden. Um Wassermassen in unseren Bächen und Flüssen möglichst gering zu halten, müssen geeignete Flächen entsiegelt werden, damit wieder mehr Regenwasser direkt vor Ort versickern kann.

Organische Abfälle getrennt zu sammeln und zu kompostieren, ist nach wie vor erforderlich. Erfassungs- und Vorbehandlungsmethoden unseres Restmülls haben sich jedoch in den letzten Jahren geändert. In der seit 2006 von Stadt und Landkreis gemeinsam belieferten Müll-Vorbehandlungsanlage im Osnabrücker Hafen wird der angelieferte Hausmüll sortiert. Eine getrennte Sammlung des Verpackungsmülls im gelben Sack/ in der gelben Tonne ist daher überflüssig geworden. Wir GRÜNE treten dafür ein, den Verpackungsmüll künftig gemeinsam mit dem Restmüll einzusammeln. Das spart Aufwand und Kosten.

Naturschutz

Der Landkreis Osnabrück ist trotz zum Teil intensivster Landwirtschaft und falscher Flächenpolitik des Landkreises und vieler Kommunen in weiten Teilen nach wie vor eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Diese wollen wir GRÜNE wirksam schützen und Sünden der Vergangenheit so weit als möglich rückgängig machen.

Die für das europaweite Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ gemeldeten Gebiete, Teile des Teutoburger Waldes, den Gehn bei Bramsche-Ueffeln, den Ruller Bruch, die Artland-Bäche wollen wir als Naturschutzgebiete ausweisen. Wir begrüßen grundsätzlich die in den vergangenen Jahren erfolgte Neuabgrenzung des Landschaftsschutzgebietes, die zum Teil jedoch nicht nach naturschutzfachlichen Kriterien, sondern nach den Planungsabsichten der Kommunen erfolgt ist. Wo landschaftsschutzwürdige Flächen willkürlich nicht in das Landschaftsschutzgebiet einbezogen wurden, wollen wir dieses nachholen. Vor allem wollen wir die bisher übliche Praxis abschaffen, Flächen willfährig aus dem Landschaftsschutzgebiet heraus zu nehmen, wo Kommunen Wohnbau- und Gewerbeflächen ausweisen oder einzelnen Investoren Baumaßnahmen realisieren wollen.

Der Landschaftsschutz muss endlich ein wirksames Steuerungsinstrument des Naturschutzes werden!

Insbesondere Arten der offenen Landschaft sind auf ungenutzte Inseln angewiesen, die ihnen Lebensraum bieten, wo Nahrung und Deckung zu finden ist, wenn die Felder abgeerntet sind. Wegeseitenränder, Gewässerrandstreifen, Hecken und Säume sind somit die Lebensadern unserer Landschaft. Obwohl diese Bereiche vielfach im öffentlichen Besitz der Kommune sind oder eine gesetzliche Verpflichtung besteht, diese Bereiche nicht oder nur extensiv zu nutzen, werden sie beackert, gedüngt und mit Pestiziden behandelt. Das wollen wir ändern! Wegseitenränder müssen ebenso wie Gewässerrandstreifen wieder ungenutzt bleiben bzw. einmal jährlich gemäht werden.

Im Landkreis gibt es ca. 1230 km Wallhecken, die eine Form besonders zu schützender Biotope darstellen. Diese müssen bis März 2013 erfasst und kartiert werden, um sie weiterhin schützen zu können. Wir GRÜNE werden uns für eine rasche Kartierung dieser geschützten Hecken im Landkreis stark machen, um diese wertvollen Naturräume auch nach 2013 in ihrem Bestand zu schützen, denn bei Nichtkartierung ist eine schleichende Beseitigung der Wallhecken zu befürchten.

Wir GRÜNE fordern, bei allen Entscheidungen zur Thematik des Naturschutzes die Beteiligung der Naturschutzverbände zu ermöglichen.

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