Gutachten aus dem Exxon-"Dialog" stellt gefracktem Erdgas katastrophale Klimabilanz aus

Nach einem Gutachten, das im Auftrag des sog. Exxon"InfoDialog" vom Öko-Institut, Freiburg, erstellt wurde, ist die Klimabilanz des Fracking-Prozesses derart katastrophal, dass man zur Stromerzeugung genausogut Kohle verfeuern könnte. So ist die thermische Treibhausgas-Bilanz (CO2-Äquivalent) des "unkonventionell" erzeugten Gases je nach Bohrtiefe 3,5 bis 15-mal höher als das zur zeit vorhandene Erdgas auf dem europäischen Markt. Bei aus Erdgas erzeugtem Strom verringert sich der Abstand, ist aber - bei Verwendung von gefractem Gas aus 2500m Tiefe - immer noch dreimal schlechter und damit ungünstiger als Strom aus Importkohle.
Bei den Luftschadstoffen ist das Verhältnis sogar noch ungünstiger.
Um dem noch eine irgendwie positive Aussage abzuringen, stellen die Autoren noch eine Bilanz auf für 2030, unter der Vorgabe, dass dann alle Aggregate mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden. Erst dann wird das Ergebnis besser.
Die Ergebnisse liegen erst seit kurzem vor. In den Unterlagen zu den "Empfehlungen" des Exxon-Expertenteams vom April wurden diese Werte noch nicht angeführt.
Damit werden diese sogenannten "Empfehlungen" endgültig als Schönrednerei entlarvt.

Quelle: "Endbericht zum Gutachten
"Energie- und Klimabilanz von Erdgas aus unkonventionellen
Lagerstätten im Vergleich zu anderen Energiequellen"
für Team Ewen im Rahmen des InfoDialog Fracking erstellt durch
Uwe R. Fritsche, Öko-Institut (bis 31.3.2012); IINAS (ab 1.4.2012)
Jana Herling, Öko-Institut (bis 31.3.2012); RP Darmstadt (ab 1.4.2012)"
http://dialog-erdgasundfrac.de/gutachten/energie-und-klimabilanz

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