Bundesumweltminister Altmaier spricht sich gegen Fracking aus

In einem Interview im Deutschlandfunk spricht sich Umweltminister Peter Altmaier (CDU) gegen Fracking aus. Er beurteilt die Situation in Europa anders als die in den USA, wo sich durch die Fracking-Methode ein veritabler Gasrausch eingestellt hatte, weil es in Europa keine unbesiedelten Gebiete gebe, wo man diese Technik bedenkenlos einsetzen könne.

Dies ist einerseits eine gute Nachricht, denn dieser Bundesumweltminister hatte sich bislang nicht unbedingt dadurch ausgezeichnet, auf die Sorgen und Bedenken von Anliegern, Kommunen, Wasser- und Umweltverbänden gegen die Fracking-Methode einzugehen. Andererseits ist das auch keine wirklich gute Nachricht, denn seine Vorstellung impliziert, dass er Fracking in unbesiedelten Gebieten durchaus für eine anwendbare Methode hält. Wenn man "unbesiedelt" so versteht, wie die Gebiete in den USA, in denen Fracking heute angewendet wird, heißt das, dass Tiere und Pflanzen geschädigt werden dürfen, Hauptsache, es wohnen dort keine Menschen.

Das ist eine eigentlich für überwunden geglaubte Denkweise, in der der Mensch als Krone der Schöpfung alles machen darf, was ihm so in den Kopf kommt. Natur ist Verfügungsmasse, die uns untertan ist, und der Mensch ist das Maß aller Dinge.

Wir sind also froh, dass er die Fracking-Pläne der Industrie bremst, gleichzeitig aber ziemlich entsetzt über diese mittelalterliche Einstellung zur Umwelt eines Umwelt-Ministers.

Diese Website ist gemacht mit TYPO3 GRÜNE, einem kostenlosen TYPO3-Template für alle Gliederungen von Bündnis 90/Die Grünen