Abteilungsleiter im niedersächsischen Bergamt hat zweifelhaften Nebenjob

Dem ein oder anderem Teilnehmer der Abschlussveranstaltung des von Exxon initiierten "Informations- und Dialogprozesses" zum Thema Fracking wird vielleicht aufgefallen sein, dass einer der größten Fürsprecher der Fracking-Methode gar nicht anwesend war. Klaus Söntgerath, Abteilungsleiter im niedersächsischen Bergamt. Auch wenn er seine Euphorie in letzter Zeit etwas gebremst hatte, wer ihn zu Beginn der Auseinandersetzungen über Fracking erleben konnte, hörte viel davon, wie sicher und zuverlässig diese Technik doch sei, und wenig davon, wie gefährlich sie ist.

 

Die Vereinigung der Initiativen gegen unkontrollierte Erdgassuche und Hydraulic "Fracking" Fracturing in Deutschland, die die Internetseite www.gegen-gasbohren.de betreibt, hatte am 26. August veröffentlicht, dass Klaus Söntgerath nicht nur an dem behördlichen Verfahren sehr aktiv beteiligt ist, mit dem die Genehmigungen für Fracking-Maßnahmen in Niedersachsen erteilt werden, sondern auch als Prokurist einer Firma in Nordrhein-Westfalen tätig ist, die Produkte für die Montanindustrie vertreibt. Diese kommen auch beim Fracking zum Einsatz. Daraus ergibt sich ein Interessenskonflikt, bzw. die Unvoreingenommenheit von Herrn Söntgerath ist nicht mehr gegeben.

Wie die Hannoversche Allgemeine jetzt meldet, hat Herr Söntgerath die Flucht nach vorn angetreten. Er stattete Selbstanzeige an und legte die Prokura inzwischen nieder. Gegen ihn wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Wir haben auf unseren Seiten immer wieder darauf hingewiesen, dass uns die Nähe zwischen dem niedersächsischen Bergamt und den ausführenden Firmen sehr erstaunt. Inzwischen erstaunt uns das nicht mehr ganz so sehr.

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