IGS Bissendorf

IGS-Standort Bissendorf

Die Überlegungen zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bissendorf sind sehr zu begrüßen und als erster Schritt in die richtige Richtung zu werten. Bündnis 90/Die Grünen befürworten schon seit langem eine Abkehr vom dreigliedrigen System in Niedersachsen. Auch die Entwicklung der Schülerzahlen, Ergebnisse von Elternbefragungen und der UN-Bildungsbericht fordern ein Umdenken auf Landesebene.

Insofern ist der Vorstoß von SPD-Fraktionschef Ellermann noch zielführender. Das Kriterium der Fünfzügigkeit als Bedingung für die Einrichtung einer IGS ist de facto ein Ausschlusskriterium für viele Landgemeinden und muss vom Tisch.
Darüber hinaus sehen wir besonders das Modell der „Gemeinschaftsschule“ als Gewinn für die Bildungslandschaft. Viele laut PISA erfolgreiche Schulen arbeiten nach ähnlichen Kriterien, die sich auch in Freien Schulen wiederfinden.Das unterstrich vor einigen Wochen auch Ministerpräsident Christian Wulff, der bei einem Besuch der Waldorfschule Evinghausen (Bramsche) diese Schulform als „Impulsgeber für
alles, was wir an unseren Schulen brauchen“. Worte, die aufhorchen lassen, die sich jedoch im Handeln seiner Landesregierung nicht wiederfinden.
Die Entscheidung des Bildungsausschusses im Kreistag, sich gegen eine Elternbefragung in Bramsche auszusprechen, schützt lediglich ein überholtes Bildungssystem, wird aber die kommenden Veränderungen nicht aufhalten können. Kreisverwaltung und politische
Mehrheit im Kreistag fallen damit den Kommunen in den Rücken.

Claus Kanke
Sprecher des OV Bissendorf

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