Umweltminister Minister Lies gegen weitere Erdverkabelung bei 380KV-Trassen

10. Nov. 2019 –

Hoffnungen auf weniger Freileitungs-Abschnitte wollte Olaf Lies, Umweltminister in Niedersachsen, den Bürgerinnen und Bürgern nicht machen, die am 05.11.2019 zahlreich zu einer öffentlichen Veranstaltung im Bissendorfer Rathaus gekommen waren.

Seine Ausführungen erklärten nur das ohnehin Bekannte ein weiteres Mal: Die aktuelle Gesetzeslage lässt Erdverkabelung nur in Ausnahmefällen zu, und das halte er auch für richtig.
Die Energiewende werde man auch deutlich sehen, das sei klar. Eine vollständige Ausführung der Trasse in Erdbauweise sei reines Wunschdenken und technisch nicht möglich. Die schon oft ins Gespräch gebrachte AGS-Technik halte er für nicht überzeugend.

Wir denken, dass eine Überprüfung des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) nach 10 Jahren dringend angeraten ist. Nicht nur mit Blick auf die Frage, ob mehr Erdverkabelung möglich ist. Ebenso ist die Frage nach der Notwendigkeit der einen oder anderen geplanten Trasse bislang zu wenig beachtet worden. Statt der rein zentrlistischen Ansätze beim Netzausbau muss ein massiver Ausbau dezentral ausgerichteter Energieerzeugung (Photovoltaik, Kleinwindkraftanlagen, Speichertechnik) voran gebracht werden, um in der Breite mehr Unabhängigkeit von Übertragungsnetzen zu bekommen, als es bei der jetzigen Strategie der Fall ist.

Dafür setzt sich seit dem Sommer auch die Bundestagsfraktion der Grünen mit einer Gesetzesinitiative (Solarinitiative) ein.

Link zum Thema: Bürgerinitiative „Keine 380KV-Freileitung am Teuto“

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