Ist das Natberger Feld noch zu retten?

15. Jan. 2019 –

Nach der Bürgerbefragung 2013 hat sich fünf Jahre lang kein Unternehmen für die Flächen im Natberger Feld interessiert. Aus unserer Sicht auch ein Zeichen dafür, dass es sich hierbei um ‚verbrannte Erde‘ handelt, die für ein Gewerbegebiet nicht taugt.
Dennoch plant die Gemeinde nun seit einigen Wochen weiter, als sei hier der 'point-of-no-return' überschritten, obwohl auch heute kein konkreter Interessent in Sicht ist. Eine deutliche Mehrheit im Rat, vertreten durch CDU, SPD und FDP möchte sich nicht von der Idee der Industrialisierung einer Bauernschaft abbringen lassen.
An der Bedeutung des Feldes als Freiraum, landwirtschaftliche Fläche, Erholungsraum und nicht zuletzt Trinkwasserschutzgebiet hat sich im Laufe der Jahre nichts geändert (Aussagen des Regionalen Raumordnungsprogrammes RROP). Auch die möglichen Belastungen durch die Schaffung eines Gewerbegebietes "auf der grünen Wiese" stehen weiter im Raum, zumal noch nicht absehbar ist, welche Intensität der baulichen Nutzung den Raum prägen könnte. Kein Geheimnis ist allerdings, dass der finanzielle Aufwand für Kauf und Erschließung der Flächen erheblich sein wird, und den Bürgermeister Halfter auch dann für vertretbar hält, wenn am Ende deutlich mehr als 50€ für den Quadratmeter Gewerbegrundstück zu zahlen wären.

Diese Einschätzung gibt uns zu denken. Während in anderen Kommunen des Landkreises Flächen auch für ca. die Hälfte dieses Preises zu bekommen sind, sind hier die immensen Herstellungskosten ein echtes Alleinstellungsmerkmal am Markt. Wäre das Natberger Feld überhaupt erfolgreich zu vermarkten? Oder würde es ein Verlustgeschäft werden, wie schon bei anderen Gewerbegebieten zuvor?

Warum sich Bürgermeister und Ratsmehrheit der Diskussion um die Wirtschaftlichkeit nicht stellen, ist unverständlich und ebenso unverantwortlich.

Wir bleiben dran ...

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