Unter dieser Überschrift hat die Gruppe Grüne/UWB Ende 2025 einen Antrag an die Gemeinde Bissendorf gestellt.
Über diesen Antrag ist noch nicht abschließend entschieden. Er wurde teils mit großer Sympathie aufgenommen, aber auch rundweg abgelehnt. Diskutiert werden sollte darüber im nächsten Werks- Klima- und Umwelt- Ausschuss. Leider ist dies aber noch nicht geschehen. Wir möchten hier die Bissendorfer Bürger und Bürgerinnen über diesen Antrag informieren.
Wie sehen die meisten unserer Schulhöfe aus und welche Funktion erfüllen sie?
Tatsächlich sind die meisten Schulhöfe unansehnlich. Öde Asphalt- oder Pflasterflächen auf denen die Schulkinder sich in den Pausen aufhalten. Ja, sie können herumtollen, sich bei Stürzen die Knie aufschürfen und nach Regenfällen durch viele Pfützen patschen. Im Sommer sind sie der Sonne schutzlos ausgeliefert, es gibt kaum Schatten. Die Temperaturen können ungebremst steigen, da sie sich durch die versiegelten Flächen noch einmal zusätzlich aufheizen.
Was resultiert daraus?
Die Wissenschaft ist sich einig, dass die Sommer künftig noch heißer werden. Das hat zur Folge, dass es immer gefährlicher werden wird, die Kinder draußen spielen zu lassen. Also alle Kinder in den Pausen drinnen bleiben? Da werden Kinder und Lehrkräfte sicher sehr begeistert sein. Zumal sich ja auch die Innenräume immer mehr aufheizen werden. Mir ist ein Fall in Stade bekannt, wo die Kinder in 2025 an zwei Tagen die Schule nicht besuchen konnten, weil sowohl draußen, als auch drinnen die Temperaturen dies nicht zuließen. Und wir hatten im vergangenen Sommer nur wenige richtig heiße Tage.
Können Dächer, Planen, Überbauungen Abhilfe schaffen?
NEIN! Künstliche Maßnahmen können vielleicht die direkte Sonneneinstrahlung verhindern, gleichzeitig staut sich aber die Hitze und die Temperaturen steigen noch einmal an. Wollen wir das den Kindern zumuten?
Was kann eine Entsiegelung bewirken?
Zunächst findet keine Sonnenreflektion statt und damit keine Temperaturerhöhung. Baumgruppen (wir reden hier von großen Bäumen) schaffen einen natürlichen Schatten und senken die Temperatur nachweislich um einige Grad. Das Kleinklima ändert sich. Es findet ein kühlender Luftaustausch statt.
Reicht es aus, einfach ein paar Bäume zu pflanzen?
NEIN! Mit ein paar Bäumen ist es nicht getan. Die Schulhöfe müssen ganz neu geplant und dann umgebaut werden. Dies muss von Fachbetrieben geleistet werden. Aber es ist sicherlich möglich auch gewisse Eigenleistungen vielleicht von Eltern und Kindern mit einzubringen. Dies erhöht natürlich immer auch die Identifikation mit der Veränderung und kann schulisch begleitet werden.
Ist das nicht sehr teuer? Wer soll das bezahlen?
JA! Das ist in der Tat nicht billig. Aber das Bundesamt für Naturschutz stellt im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) Fördermittel für die Schaffung von Grünflächen und Artenvielfalt zur Verfügung. Städte und Gemeinden werden bei der Finanzierung mit einem Zuschuss in Höhe von 80 bis 90% unterstützt.
Wir als Gruppe Grüne/UWB werden uns weiter für dieses Thema im Gemeinderat einsetzen, weil wir es im Rahmen von Klimafolgenanpassung für unabdingbar halten.

